Mittwoch, 14 Juni 2017 08:37

Wenn die Sprache nicht stimmt...

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Wenn die Sprache nicht stimmt... ©Birgit Steinberger/photoINstyle
Wenn die Sprache nicht stimmt, 
 dann ist das,was gesagt wird,
 nicht das, was gemeint ist.
(Konfuzius) 
Hallo meine Lieben,
 
Ja, was heißt das jetzt für diejenigen, die ein Unternehmen haben oder vielleicht gerade eine Bewerbung versenden möchten? Zuerst einmal, klar werden:Welche Botschaft will ich an meine Kunden, meinen zukünftigen Chef, etc., weitergeben?
Egal, ob es sich jetzt um das geschriebene Wort oder das Bild handelt, es gilt für beides.
 
Wenn die Sprache nicht stimmt,
dann ist das, was gesagt wird,
nicht das, was gemeint ist.
 
Ich möchte euch dazu gerne ein Beispiel geben.

Vor einiger Zeit habe ich im Internet ein Hotel in Deutschland gesucht.
Das Internet ist ja grundsätzlich wirklich großartig, man findet dort einfach alles – von ganz billig bis „wow“ und Spitzenklasse! Ich bin allerdings bei „um-Gottes-Willen-da-fahre-ich-in-100-Jahren-nicht-hin“ gelandet. Diese Reaktion kam aber nicht daher, weil das Hotel schäbig oder schlecht gewesen wäre – zumindest nahm ich das aufgrund des doch eher hohen Preises nicht an ;-).

Nein, die Reaktion kam daher, dass der Preis mit den Bildern - die einem gleich ins Auge springen - nicht übereinstimmte. Der Preis für eine Nacht mit Frühstück lag bei rund € 350,00, was ja durchaus schon einer exklusiveren Preisklasse zugeordnet werden kann. Die Bilder passten da aber einfach nicht dazu; das Auftreten und das Erscheinungsbild des Hotels stimmten für mich einfach nicht überein.

So, jetzt aber mal abgesehen davon, dass ich Fotografin bin...

Nehmen wir einmal an: Ich wäre als Kundin bereit, diesen Preis zu zahlen.

Wenn ich also übers Internet ein Hotel buchen möchte, das ich noch nicht kenne und für das ich keine Empfehlungen habe, dann möchte ich natürlich aussagekräftige Fotos sehen, und zwar solche, die der EXKLUSIVITÄT DES HOTELS entsprechen und keine selbstgestrickten Fotos, auf denen:

im Hintergrund nicht aufgeräumt ist,
generell alles zu dunkel ist,
ich teilweise raten muss, was da am Bild überhaupt zu sehen sein soll.

Es war sofort ersichtlich, dass diese Bilder „billigst“ fotografiert wurden. Die gesamte Homepage hat vollkommen „selbstgebastelt“ gewirkt, sprich überhaupt nicht professionell. Um dem Ganzen noch die Krone aufzusetzen, waren die fremdsprachlichen Texte mit einem automatischen Übersetzungsprogramm erstellt worden. Aber, als Logo verwendete das Hotel ein exklusiv wirkendes Wappen. Lange Rede, kurzer Sinn:
der Gesamteindruck, das Erscheinungsbild dieser Internetseite war in sich widersprüchlich und unprofessionell.

Manche Unternehmen sollten sich daher wohl nicht ständig fragen, woher sie den billigsten (Hobby)Fotografen oder Grafiker bekommen könnten, sondern eher darauf achten, dass ihre Firma professionell repräsentiert wird, egal ob dies nun die schriftliche oder die Bildersprache betrifft.


Es geht ja immerhin um Ihren Ruf & Ihre Marke!


Es gibt die unterschiedlichsten Möglichkeiten sich als Unternehmen hervorzuheben und in Szene zu setzen, aber diese Mittel, seien es nun sprachliche, bildliche oder auch auditive, sollten gezielt, bewusst und professionell eingesetzt werden.

Das Gesamterscheinungsbild Ihrer Werbung ist Ihre Visitenkarte.
Es ist der erste Eindruck, den Sie hinterlassen!


An dieser Stelle möchte ich noch kurz anmerken, dass ich absolut nichts gegen Hobbyfotografen und dergleichen habe. Es ist toll, wenn sich jemand für etwas interessiert und mit voller Begeisterung dabei ist. Viele von ihnen haben sicherlich auch Talent fürs Fotografieren und machen durchaus schöne Bilder, aber gerade im Bereich der Werbefotografie ist es sicherlich von Vorteil auf die Expertise eines ausgebildeten Fotografen zurückgreifen zu können.


So, jetzt melde ich, Alexandra, mich auch kurz zu Wort. Ich stimme mit Birgit völlig überein, dass gutes Bildmaterial absolut unverzichtbar ist, um den gewünschten Effekt zu erzielen. Auch ich könnte bereits ganze Bücher mit Anekdoten zu schlecht gemachten oder falsch eingesetzten Bildern schreiben. Worauf ich aber eigentlich hinaus will, ist das vorhin von Birgit kurz angesprochene Thema der automatischen Übersetzungsprogramme.
Es gibt immer wieder Firmen, die frei nach dem Motto
„lass-uns-doch-einfach-unsere-Homepage-mit-Google-Translate-übersetzen“ arbeiten.

Zugegeben, die diversen maschinellen Übersetzungshilfen sind schon recht praktisch und haben auch durchaus ihre Berechtigung, aber um ganze Homepages damit übersetzen zu lassen, sind sie nun wirklich noch nicht geeignet. Selbst wenn manche Textteile ganz passabel übersetzt werden, kommen dabei immer wieder etwas eigenartige und stellenweise unverständliche Texte heraus.
Vor gar nicht allzu langer Zeit habe ich einer finnischen Freundin ein paar Links zu Urlaubsmöglichkeiten in Österreich geschickt. Sie war absolut begeistert von den für sie sehr interessanten Angeboten, aber bei manchen Homepages hat sie mich gebeten, ihr Anhand des deutschen Textes zu erklären, was da genau gemeint sei, weil sie das englische Kauderwelsch nicht ganz entziffern konnte. Es sei hier angemerkt, dass meine Freundin ausgezeichnet Englisch spricht. Ich habe manche dieser Seiten dann etwas genauer unter die Lupe genommen und einige davon wurden definitiv maschinell übersetzt. Es ist zwar durchaus so, dass an diesen Übersetzungstools, deren bekanntester Vertreter wohl Google Translate ist, viel gearbeitet wird und sie werden auch immer besser. Vielleicht gehöre ich als Übersetzerin ja schon bald zu einer vom Aussterben bedrohten Spezies, aber zumindest jetzt ist dieser Zeitpunkt noch nicht gekommen. Wer also möchte, dass seine fremdsprachigen Texte auf der Homepage oder in diversen Foldern verständlich und sprachlich ansprechend sind, sollte sich vorerst doch noch an einen Übersetzer oder eine Übersetzerin wenden.


Abschließend sind hier noch ein paar Tipps für Fotos von Birgit:
Weniger ist oft mehr. Eine riesige Bildergalerie mit tausenden Bildern brauchen die meisten gar nicht. Heutzutage zeigt sich oft die Tendenz viel zu viel auf einmal haben zu wollen, dabei kann oft mit weniger eine viel größere Wirkung erzielt werden. Bei einem kleineren Betrieb reichen für die Homepage oder für ein Inserat meist 2 – 5 gut gemachte Fotos, um einen tollen Eindruck zu hinterlassen.

 

„Qualität ist kein Zufall, sie ist immer das Ergebnis
angestrengten Denkens.“
(John Ruskin)

Liebe Grüße
Birgit Steinberger und Alexandra Winkler

 

Alexandra Winkler, Tachenberg 29, 8943 Aigen im EnnstalDiese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!, www.lebende-sprache.at, +43 664 122 96 77
Sprachdienstleistungen: Deutsch, Englisch, Französisch, Spanisch, Italienisch, Finnisch        
                             
Birgit Steinberger,  MEISTERFOTOGRAFIN, Digitale Regionale Bilddatenbank, Aich 32, 8943 Aigen im Ennstal, Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!, 
+43 676 / 73 9 83 53, www.photoINstyle.at, www.ennstalbilder.at
          

 

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